Dialog ohne Grenzen am Knowledge Transfer Centre von Mailand

ph: ©Caviola


Libera Università di Lingue e Comunicazione (Freie Universität für Sprachen und Kommunikation) in Mailand. Eine dreifache Geschichte

Der Artikel von heute, der der IULM in Mailand gewidmet ist, ist in Wahrheit eine dreifache Geschichte.

Tatsächlich sind drei Parteien an der Realisierung des Projekts der IULM in Mailand beteiligt, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten möchten. Im Einzelnen handelt es sich um: IULM (Universität, kulturelles Drehkreuz, Ort des Wissens und des Dialogs); Studio 5+1AA Alfonso Femia Gianluca Peluffo Architects (Architekturbüro mit Sitzen in Genf und Paris); Casalgrande Padana, Hersteller der Feinsteinzeugplatten, die in dem Projekt verwendet wurden. Die Zusammenarbeit dieser drei Parteien hat dem Projekt, das in „Knowledge Transfer Centre“ umbenannt wurde, einen ersten Preis bei der zehnten Ausgabe des Internationalen Architekturwettbewerbs „Grand Prix“ eingebracht.

Das edelste der in diesem Projekt verwendeten Materialien ist mit Sicherheit Diamante R20 BOA. Ein exklusives Fliesenmodell aus glasiertem Feinsteinzeug, das sich durch seine in seiner Stärke dreidimensional umgesetzte Formung auszeichnet. Zudem sind die Platten dieser Kollektion, dank der Brillanz und der an Diamanten erinnernden Facetten, in der Lage, veränderliche Flächen hervorzubringen, die durch die Reflexe und Kontraste von Hell und Dunkel gezeichnet werden. Es ist eine der vielen Produktlinien und Plattenkollektionen von Casalgrande Padana, der diese besondere Pinnwand auf Pinterest gewidmet wurde, um die Besonderheiten eines so außergewöhnlichen Designs und einer so besonderen Struktur darzustellen.

 

Ein hoher Turm und zwei niedrige Gebäude.

Beginnen wir mit unserem Bericht über die IULM in Mailand und über die Veränderung, die sie zu einem „Knowledge Transfer Centre“ gemacht hat, einem Zentrum des kulturellen Austauschs, des Dialogs und des Wissens. Das ist die Universität nach Meinung des Architekturbüros 5+1AA Alfonso Femia Gianluca Peluffo Architects, das für diese Gelegenheit einen dreifachen Ansatz gewählt hat. Und erneut kommen die drei Elemente ins Spiel, die im Falle der IULM aus drei Gebäuden mit unterschiedlichen Formen und Funktionen bestehen, auch wenn sie untereinander komplementär und funktionell verknüpft sind, eben wie Teile eines Dialogs oder einer Debatte, oder auch eines Forschungsprojekts, das auf der Suche nach jener Wahrheit ist, die das verbindende Element mehrerer Komponenten darstellt.

Die drei Seelen des Projekts „Knowledge Transfer Centre“ sind ein Turm und zwei etwas niedrigere und lineare Gebäude. Ersterer entstand – wie in einem Artikel auf der Webseite der Architektenkammer von Mailand zu lesen ist – „[…] um eine starke Präsenz und eine echte Bereitschaft zu signalisieren. In dem Turm – in dessen Zentrum sich eine Wendeltreppe erhebt – befinden sich die Archive und ihre Leseräume sowie die digitale Bibliothek: das Gedächtnis der Initiativen und Tätigkeiten der IULM in den Bereichen Mode, Kino und Kommunikation und ein Ort der Bildung und des Studiums. Das wahre Kommunikations- und Wissenszentrum der IULM.“

In demselben Artikel werden die anderen beiden Gebäude jeweils als Inkarnation des Schaffenswillens, des „Knowledge Transfer Centres“ – also als ein Ort, der den Austausch und den Dialog fördert – und als zusätzlicher Ort der Annäherung an die Kultur und das Wissen der Vergangenheit bezeichnet.

Das Gebäude, das sich im Süden erhebt, „[…] beherbergt Räumlichkeiten, deren Flexibilität sie für akademische Strukturen unterschiedlichster Art – Büros, Laboratorien, Säle, Aulen – aber auch als Standort für Veranstaltungen und Aktivitäten für Unternehmen geeignet macht.“ Dies liegt daran – wie weiter zu lesen ist – dass die Herausforderung des „Knowledge Transfer Centres“ genau darin besteht, „[…] jene operative Osmose […] zwischen der Schaffung von Wissen und Produktion zu stärken.“

Das nördliche Gebäude des Komplexes hingegen ist dasjenige, welches „[…] die Bibliothek und die traditionelleren Archive beherbergt, im Gegensatz zu dem digitalen Archiv des Turms. Dieses Gebäude soll in Verbindung mit den Eingangsbereichen der Öffentlichkeit zugänglich sein und ein direktes Verbindungselement zur Stadt werden […]“.

 

Im Projekt sein. Am Projekt sein.

Entscheidend für die Realisierung dieses Projekts und um sicherzustellen, dass es die Botschaften und Innovationen, für die es Vorbote ist, bestmöglich ausdrücken kann, war die Auswahl der Keramikmaterialien für die Verkleidung der Gebäude. Eine wichtige Entscheidung, da sie die Essenz von etwas repräsentieren sollte (den intimsten und verborgensten Teil), indem die Besonderheiten und kreativen Instanzen an die Oberfläche gebracht und gezeigt wurden. So wurden sie – buchstäblich – auf die Fassade des Projekts gebracht, wo sie Tausenden von Blicken begegneten und auch in Zukunft begegnen werden.

Für diese gewagte Aufgabe wurden die Keramiken von Casalgrande Padana gewählt, die seit jeher Spitzenreiter der Technologie und der Fassaden-Verkleidungssysteme sind. Im Einzelnen fiel die Wahl auf Diamante R20 BOA, eine besondere Art von Feinsteinzeugplatten, die sich durch eine dreidimensionale Oberfläche auszeichnen, auf der Licht und Reflexe mit Schatten und Lichtfragmenten spielen, und die die Oberflächen, auf denen sie verwendet werden, aufwerten und einzigartig machen.

 

Die Peripherie wird zum Zentrum

So wird schließlich im Zentrum dieser dreifachen Geschichte, in der sich drei wichtige Realitäten treffen und in der drei wichtige Gebäude zum Leben erwachen, das, was sich normalerweise an den Stadträndern befindet, zum Mittelpunkt. In gewisser Weise wird die Peripherie zum Zentrum. So wie auf der offiziellen Webseite des Architekturbüros 5+1AA Alfonso Femia Gianluca Peluffo Architects in einem dem „Knowledge Transfer Centre“ gewidmeten Abschnitt geschrieben steht:

„Eine Peripherie, die quasi zum Zentrum geworden ist. Ein Gebäude, das sich nicht zufällig in eine Masse einfügt, wie die meisten modernen Gebäude, sondern gefüllte und leere Flächen gleichermaßen bildet. Ein Gebäude, das sich mimetisch in seine Umgebung einzufügen scheint. Ziegel, freiliegender Beton, Glas und Putz. Dann, in seinem Inneren, eine Explosion aus smaragdgrüner Keramik. Wie eine Ampel im Nebel.“

 

Bleiben, um zu gehen.

Das, was man wahrnimmt, wenn man das Gelände der IULM in Mailand betrachtet, ist jedoch sehr viel mehr als eine Ampel im Nebel. Es ist eine Ampel, die alle dazu einlädt, innezuhalten, um die Komplexität der Verbindung zwischen Technologie und ästhetischen Lösungen zu bewundern. Aber es ist auch eine Ampel, die dazu einlädt, den Motor der eigenen Phantasie wie am Start eines Rennens aufheulen zu lassen. Es ist eine Einladung, das Grün abzuwarten und sich dann mit Vollgas ins Rennen in Richtung eines nahen Ziels zu stürzen, in Richtung Zukunft und zukünftiger Entwicklungen. Das ist das Wesen der Forschung und der Kommunikation und es könnte nicht anders sein, wenn man jenen Ort in Betracht zieht, den die IULM verkörpert und repräsentiert.

Daher verwundert einen auch nicht die Begründung, die die Jury des internationalen Architekturwettbewerbs „Grand Prix“ diesem Projekt gewidmet hat:

„[…] Ein Weg der Forschung und Experimentation, der – ausgehend von dem gefestigten Verhältnis zwischen Quantität und Qualität, die der industriellen Keramikherstellung eigen sind – kreative und innovative Elemente der Morphologie und Installationssysteme einführt. Diese sind in der Lage, einen Prozess in die Wege zu leiten, der die Ziele des Projekts und des Produkts entscheidend aufwertet.“

Kein Wunder also, dass dieses Projekt, das dazu bestimmt ist, zu bleiben, sich zu bestätigen und die Zeiten und die Erinnerung zu überdauern, auch eine Einladung dazu darstellt, zügig in Richtung Zukunft weiterzugehen.

Web Design & Copywriting Agenzia SEO Web Atlas